picture by Nadine Poncioni

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Die Installation, sowie Performance BÖGEN untersucht den Moment des Auftritts und die Erwartungen des Publikums an ihn. Dieser Moment ist ein sehr fragiler Zwischenzustand von Gelingen oder Scheitern, der in der Bewertung durch das Publikum entsteht.

Spannungen werden aufgebaut, Erwartungen geschürt, herausgefordert und nicht unbedingt erfüllt.
Aneinanderreihungen von zum Teil abstrakten Handlungen spielen auf die Situation des Auftritts, der Probe und des vermeintlich Privaten an. Es geht nicht darum, wie auf der klassischen Theaterbühne Geschichten zu erzählen, sondern Atmosphären zu schaffen, die im Kopf des Publikums zu einem Ganzen zusammen wachsen können. Am Ende wurde nichts erzählt, aber um so mehr ist passiert; und viele Assoziationsmöglichkeiten stehen im Raum.

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In der Performance nimmt das Scheitern einen wesentlichen Teil ein. Der Versuch und das darin inbegriffene Tun stehen im Mittelpunkt. Zuerst gibt es den Gedanken (Idee) bzw. das Nachdenken über etwas, dann ein Ausprobieren (Aktion) und daraufhin ein Passieren (Reaktion).

In der Aktion liegen - zumindestens für einen Moment - alle Möglichkeiten. Erst dann kristallisiert sich eine sichtbare Richtung heraus, wobei auch hier noch nicht hun- dertprozentig festliegt, wie es weiter gehen wird.

Genau diese Schwankungen, diese Unsicherheiten interessieren mich; die Möglichkeiten, die daraus entspringen, dass etwas nicht so geschieht, wie erwartet.
Die Performance beschäftigt sich mit dem vermeintlich privaten Auftrittsmoment und der Frage von Inszenierung.

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Die fiktive Figur STARLET, die sich normalerweise nur vor der Bühne aufhält, wird diesmal dahinter gezeigt. Es ist der Moment des Dazwischens: nach der Maske und kurz vor dem Auftritt. Als ob sie sich auf einer Probe befände, wo es um den Versuch geht und gleichzeitig auch schon um das Performen vor Publikum.

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Es geht um die Zusammenführung von Performativem und Installativem: Das Ephemere der Performance trifft auf das vermeintlich Beständigere der Installation, wobei es mir wichtig ist, dass die Installation für sich alleine stehen und bleiben kann und dennoch einen performativen Raum aufmacht.

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Performance Nachdreh