picture by Achim Jüngst

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In Das ABC des Scheiterns in 26+3 Experimenten für eine Schauspielerin, einen Schauspieler und eine Handpuppe trifft Performance auf Theater auf Performance.

Ein billiger Seidenvorhang verdeckt nur einen Teil der Bühne und ein abgenutzter roter Teppich suggeriert einen Laufsteg. Eine Schauspielerin und ein Schauspieler erzählen von ihren Fehlschlägen im Leben. Das Scheitern steht mitten im Raum. Während der Performance schlüpfen sie in 12 Kostüme, die meisten von ihnen zusammengewürfelte Tierkostüme. Ein Kommentar auf schlechtes Kindertheater. Die Kostüme passen und passen doch wiederum nicht. Sie wurden direkt aus dem Fundus des Theaters genommen und nicht angepasst oder verändert. Die Körper auf der Bühne sind Material. Sie wirken verloren und schräg und dennoch strotzen sie vor Energie. 

Die Performance spielt mit den Erwartungen des Publikums. Ein Lichtkegel wandert ziellos auf der Bühnen umher. Jedes mal wenn er stehen bleibt, suggeriert er einen Auftritt, der jedoch nie stattfindet. Titelmelodien von berühmten Filmunternehmen kündigen niemanden an. Das Publikum wird gebeten den Zuschauerraum zu verlassen, nur um kurz darauf wieder hineingeholt zu werden. Ein Osterhase spielt schlecht Klavier und scheint nicht aufhören zu wollen. Nach drei Liedern ist endlich Schluss. 

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