picture by Magdalena Chmielewska

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„Heathers“ ist ein seit 2013 fortlaufendes Projekt von Veronika Burger, Nora Jacobs und Nicole Sabella. Es untersucht die Rolle weiblicher Charaktere in Horrorfilmen, die Erzeugung unheimlicher Atmosphären sowie Übersetzungsprozesse zwischen Film und Live-Performance in unterschiedliche Formate. Ausgangspunkt sind meist raum- und ortsspezifische Interventionen.

Der Charakter der „Heather“ steht für die ultimative Horror-Nebendarstellerin. Der Name Heathers ist eine Referenz auf den gleichnamigen Horrorfilm Heathers aus dem Jahr 1989, wo alle drei Nebendarstellerinnen sich den Vornamen Heather teilen und im Laufe des Films auf unterschiedliche Art und Weise ums Leben kommen.
Mit dem Thema des Horrors, wie er in Horrorfilmen gerne entlang der Demarkationslinie weiblicher Identitäten und Körper verhandelt wird, nähern wir uns aus queer-feministischer Perspektive den Auslösern für Gefühle des lustvollen Grauens, des süßen Schauders, des Unheimlichen und des Unbehagens. In unterschiedlichen Formaten suchen wir nach Übersetzungsprozessen zwischen Film und Live-Performance und dekonstruieren und rekontextualisieren in einer Kombination aus schreckhaftem Humor und humorvollem Schrecken vertraute Figurationen des Horrorfilms. Unsere filmisch-performativen Experimente folgen dem Topos der Nebendarstellerin, seien sie Figuren, Objekte, Gebäude, Geräusche oder die Kamera selbst und erklären sie zu Protagonist*innen.