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Der Cowboy oder auch Westerner, ist Teil einer Grenze, wenn nicht sogar die Grenze schlechthin. „Der Westerner erzählt vom Leben auf der Grenze, (...)“ in diesem Falle einer territorialen Grenze, mit einer im Entstehen begriffenen Gesellschaft, „in der noch nicht alle Positionen besetzt sind und die deshalb Raum lässt für Männer, die sich ausprobieren und selbst erfinden können.“

aus Hans-Otto Hügel (Hg.), Handbuch Populäre Kultur: Begriffe, Theorien und Diskussionen, Stuttgart, 2003

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Der Westerner ist sehr an sein Umfeld, an sein Genre gebunden. Ich möchte ihn dort herausholen, in seiner Klischeehaftigkeit bloß stellen und ihm einen neuen Handlungsraum ermöglichen.

Eine Frau spielt einen Mann, der einen Cowboy spielt. 

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Heu Westerner ist eine Fotoserie von Videostandbildern, die auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Domaine Albrechtsfeld im Burgenland entstanden sind.

Die Videostandbilder bedienen sich der Modalitäten eines klassischen Western Films. Es wird Bezug genommen auf die Klischees des Cowboy Lebens im Wilden Westen, nur das der Cowboy in diesem Film von einer Frau gespielt wird und auch sonst einige Details nicht so ganz recht hineinpassen wollen. Cowboy Cowdy ist der Versuch eines Cowboys der anderen Art. Ein Versuch sich von seinen Vorfahren und Klischees zu lösen und neue Wege zu beschreiten. Doch seine Existenz ist sehr vom Scheitern geprägt.

Einen Film gibt es am Ende nicht, sondern nur Bilder, die einem vom Gegenteil überzeugen wollen.

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